Makrolage Gelsenkirchen
Gelsenkirchen
liegt an den beiden flachen Hängen der breiten Emschermulde mit dem
Rhein-Herne-Kanal im Südwesten Westfalens.
Die Kernstadt
liegt südlich des Flusses bzw. Kanals, während die Stadtteile Horst und
Buer nördlich der Gewässer liegen. Ein Großteil des Stadtgebietes liegt
infolge von Bergsenkungen unterhalb des Hauptvorfluters Emscher und muss
deshalb ständig von der Emschergenossenschaft mit Entwässerungspumpen
vor Überflutung geschützt werden.
Die größte
Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 17 Kilometer
und in West-Ost-Richtung 11 Kilometer.
Die
Stadtgrenze misst insgesamt eine Länge von 68 Kilometern.
In
Gelsenkirchen sind etwa 10 % des Stadtgebiets Park- und Freizeitflächen
und 25 % Wälder und landwirtschaftliche Flächen. Gelsenkirchen gehört
damit zu den Städten mit einem überdurchschnittlichen Grünflächenanteil.
Stadtgebiet Gelsenkirchen
Das
Stadtgebiet Gelsenkirchens besteht aus 5 Stadtbezirken mit je einer
Bezirksvertretung, die sich in Stadtteile unterteilen.
Die
Stadtbezirke mit zugehörigen Stadtteilen:
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Gelsenkirchen-Nord:
Buer, Scholven, Hassel
-
Gelsenkirchen-Mitte:
Altstadt, Bismarck, Bulmke-Hüllen, Feldmark, Heßler, Schalke,
Schalke-Nord
-
Gelsenkirchen-West:
Horst, Beckhausen
-
Gelsenkirchen-Ost:
Erle, Resse, Resser Mark
-
Gelsenkirchen-Süd:
Neustadt, Ückendorf, Rotthausen
Die Grenzen
zwischen den Stadtbezirken bilden, mit Ausnahme der Grenze des Bezirkes
Nord, verschiedene Elemente der Verkehrsinfrastruktur der Stadt.
So trennt die Eisenbahnstrecke Herne-Oberhausen die Bezirke Mitte
und Süd, der Rhein-Herne-Kanal Mitte und West
bzw. Ost und die Kurt-Schumacher-Straße Ost und
West.
Den geringsten
Anteil an der industriell und gewerblich genutzten Fläche der Stadt
Gelsenkirchen haben heute die Bezirke Süd mit etwa 7,8 % (oder
9,11 % in Bezug zur Bezirksfläche) und Ost mit 8,9 %. Dagegen
erkennt man noch im Bezirk Mitte mit einem Anteil von 37 %
gemessen an der industriell genutzten Stadtfläche (oder 16 % zum
Bezirk), die industrielle Vergangenheit wieder. In den Stadtbezirken
Nord und West spiegelt sich in den Zahlen von 31 % und 15 %
(in Bezug zur industriell genutzten Stadtfläche) der große
Flächenverbrauch der dortigen BP Raffinerieanlagen wider.
Die drei
Bezirke Nord, Ost und West werden mit etwa 20 % der
jeweiligen Bezirksfläche gleichermaßen stark landwirtschaftlich genutzt,
wobei alleine im Bezirk Nord 42 % aller landwirtschaftlich
genutzten Flächen der Stadt liegen. Schlusslichter sind die Stadtbezirke
Mitte mit nur 5 % und Süd mit 11,9 % Anteil an der
Bezirksfläche. Die forstwirtschaftliche Flächennutzung ist mit 14 % im
Bezirk Ost (dort liegt das Waldgebiet Resser Mark) am größten.
Bezogen auf das gesamte Stadtgebiet liegen im Bezirk Ost sogar
40 % aller forstwirtschaftlichen Flächen.
Während sich
also besonders im Norden und Osten der Stadt sowie noch im Stadtteil
Beckhausen auch eine gewisse land- bzw. forstwirtschaftliche Prägung
bemerkbar macht, ist vor allem südlich des Rhein-Herne-Kanals die
montanindustrielle Vergangenheit der Stadt mit dazugehöriger
Wohnbebauung zu erkennen, auch wenn an die ehemals dort betriebenen
Zechen Holland, Rhein-Elbe und Hibernia und an das Gussstahlwerk von
Thyssen nur noch wenige Gebäude erinnern.
Quellen: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für
Arbeit, Statistikatlas |